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Hasenpest im Ostalbkreis                                                                                                           17.06.2021


Gemäß einer Pressemitteilung der Geschäftsbereiche Gesundheit sowie Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung der Kreisverwaltung wurden im Ostalbkreis (Dalkingen, Durlangen und Schwäbisch Gmünd) dieses Jahr bereits mehrere Fälle der Hasenpest (Tularämie) bei Feldhasen bekannt.


Die bakterielle Hasenpest ist hochansteckend und auf Menschen übertragbar (Zoonose). Betroffene Tiere bekommen innerhalb kurzer Zeit hohes Fieber, sind apathisch und magern ab. Aufgrund der Schwäche verlieren die Tiere ihre natürliche Scheu vor Menschen und Hunden.


Deshalb sollten Hunde an die Leine genommen werden. Hunde und Katzen erkranken selten an der Hasenpest, übertragen diese jedoch auf Menschen. Im Umgang mit Feldhasen ist auf Hygiene zu achten (Handschuhe, Mundschutz, Schutzkleidung) – der Erreger kann auch über Staub aufgenommen werden. Sollte nach dem Kontakt zu einem Feldhasen Fieber auftreten, sollte Kontakt zum Hausarzt aufgenommen werden.


Für Kaninchen gibt es keine Impfung gegen die Hasenpest. Er sind lediglich Impfstoffe gegen die Kaninchenpest (Myxomatose) und die Chinaseuche (RHD1+2) verfügbar, welche für alle Kaninchen, besonders in Außenhaltung empfohlen wird.

Ilegaler Welpenhandel boomt – in Corona-Zeiten leider mehr denn je                             11.05.2021


Bei süßen Knopfaugen werden die Herzen viele Tierfreunde schwach – jedoch Augen auf beim Hundekauf! In Zeiten von Corona erfüllen sich viele Tierhalter den Wunsch nach einem eigenen Hund. Leider jedoch boomt seit dem letzten Jahr der illegale Handel mit Welpen. Wir möchten deshalb darauf hinweisen, auf was Sie achten sollten, bevor Sie sich für ein Tier entscheiden. Gerne beraten wir Sie zu diesem Thema – Vorsorge ist besser als Nachsorge und Ihr Haustier begleitet Sie hoffentlich viele Jahre.


Abgesehen von der illegalen Einfuhr kann solch ein Welpe leider noch mehr im Gepäck haben. Oftmals habe sie keinen Impfschutz und immer wieder sterben Welpen kurz nach ihrer Ankunft zum Beispiel an Parvovirose. Außerdem besteht auch für uns Menschen die Gefahr der Tollwut, welche in anderen Ländern durchaus noch vorkommen kann. Davon abgesehen werden leider oftmals Hündinnen für das schnelle Geld in dunklen Verschlägen als Gebärmaschienen missbraucht und die Welpen werden in den ersten Wochen nicht sozialisiert, was sie für das ganze Leben zeichnen und oftmals später zu Verhaltensauffälligkeiten führen kann. Der Gedanke einen Welpen zu retten führt leider genau zum Gegenteil: er macht Platz für den nächsten und bestärkt die Vermehrer in ihrem rein gewinnorientierten Handeln.


Auf folgende Dinge sollte Sie achten, wenn Sie einen Hund aus dem Ausland bei sich aufnehmen möchten, egal ob von privat, vom Züchter oder aus dem Tierschutz:


  • der Hund muss einen Chip und einen EU-Heimtierausweis besitzen (blauer Pass)
  • der Welpe muss eine Tollwut Impfung erhalten haben, diese kann er frühestens mit 12 Wochen bekommen und diese ist erst nach 3 Wochen gültig -> legal darf ein Welpe erst mit 15 Wochen nach Deutschland einreisen!
  • Listenhunde und deren Mischlinge dürfen nach Deutschland nicht eingeführt werden


Übrigens: die ersten beiden Punkte gelten ebenso für Katzen!


Davon abgesehen achten Sie bitter darauf, dass ihr Welpe von einem seriösen Züchter oder einem seriöse Tierschutzverein stammt.


Merkmale seriöser Züchter:


  • Sie können die Mutterhündin und wenn noch vorhanden Geschwister sehen, den Wurf evtl vor der Abholung mehrmals besuchen. Die Welpen wachsen in der Familie auf und sind im Alltag integriert, sodass sie gut sozialisiert sind. Ein guter Züchter kennt seine Rasse und seine Hunde und berät sie gerne, auch über den Kauf hinaus.
  • Sie bekommen Papiere eines offiziellen Zuchtverbandes und die Elterntiere sind auf Erbkrankheiten untersucht, auch bei einer Hobbyzucht ohne Papiere sollten Sie einen Pass mit den Welpenimpfungen ab der 8. Woche mitbekommen


Merkmale seriöser Tierschutz:


  • vor der Vermittlung führt der Vermittler des Hundes mit Ihnen ein Gespräch, ob der ausgewählte Hund zu Ihnen passt, optimalerweise befindet sich der Hund in einer Pflegestelle in Deutschland und kann vorab besucht werden – eine „Bestellung“ über ein Foto ist immer riskant! Normalerweise werden auch Vor- und Nachkontrollen bei Ihnen zuhause durch den Verein durchgeführt.
  • der Tierschutzverein ist ein eingetragener Verein und präsentiert sich in der Öffentlichkeit transparent und seriös – wenn nur mit tragischen Fotos und Texten um eine Vermittlung und Rettung der Tiere gebettelt wird, besser vorsichtig sein!
  • der Welpe besitzt einen Pass mit den Welpenimpfungen ab der 8. Woche, bei einem Auslandsimport muss es ein EU-Pass inkl Chip und Tollwut-Impfung sein (siehe oben)


Noch ein Hinweis: bei Hunden aus dem Ausland ist es immer ratsam einen Check auf Reisekrankheiten zu machen, wenn diese 6 Monate in Deutschland sind. Untersuchungen vor der Einreise sind leider wenig aussagekräftig, da Antikörper Monate brauchen können, bis sie im Labor nachweisbar sind.